Zwischen Röstaromen und grüner Frische

Herbstliche Genussmomente müssen nicht immer von Zimt, Apfel und Schokolade geprägt sein. Manchmal entsteht Genuss dort, wo Tee selbst zur aromatischen Hauptrolle wird. Hojicha und Matcha zeigen zwei Seiten japanischer Teekultur: die eine geröstet, weich und fast karamellig; die andere klar, grün und von feiner Intensität. Beide Tees stammen aus derselben Pflanze – und könnten geschmacklich trotzdem kaum unterschiedlicher sein. Erst die Verarbeitung macht aus den Blättern einen gerösteten Hojicha oder einen leuchtend grünen Matcha.
In Japan ist Tee weit mehr als ein Getränk. Er steht für Aufmerksamkeit, Präzision und die Kunst, einem Moment bewusst Raum zu geben. Matcha und Hojicha greifen diese Haltung auf ganz unterschiedliche Weise auf: Matcha mit seiner lebendigen Farbe und klaren Intensität, Hojicha mit seiner sanften Wärme und dem Duft gerösteter Teeblätter.

Hojicha: gerösteter Grüntee für gemütliche Herbstmomente
Hojicha, wörtlich «Rösttee», entsteht aus Grünteeblättern, die nach der Dämpfung schonend geröstet werden. Erst durch diesen zusätzlichen Verarbeitungsschritt entwickelt der Tee seinen unverwechselbaren Charakter: warm, mild und mit feinen Nuss- und Karamellnoten.
Durch das Rösten verliert Hojicha einen Teil seiner grasigen Frische und gewinnt dafür an warmem Charakter. Sein Duft erinnert an geröstete Nüsse, feines Karamell und warmes Holz. Geschmacklich hat Hojicha dadurch wenig mit dem klassischen Bild von Grüntee gemeinsam und erinnert mit seinen Röstaromen fast an einen milden Kaffee. Auch beim Koffein unterscheiden sich die beiden Tees: Hojicha gilt als deutlich koffeinärmer als Matcha.
Der Bio-Hojicha von Sirocco ist als fein vermahlenes geröstetes Bio-Grünteepulver aus Japan erhältlich. Matcha wird auch Hojicha nicht bloss mit heissem Wasser aufgegossen, sondern mit dem Bambusbesen in schnellen «M»- oder «W»-Bewegungen leicht schaumig aufgeschlagen. Dank seiner milden Aromatik eignet er sich nicht nur für den puren Genuss, sondern ebenso für Lattes und Dessertkreationen.
Dank seiner milden Aromatik eignet er sich nicht nur für den puren Genuss, sondern ebenso für Lattes und Dessertkreationen.
Matcha: grüne Klarheit als feiner Kontrast
Wo im Herbst vieles wärmer, dunkler und dichter wird, setzt Bio-Matcha von Sirocco einen klaren grünen Akzent. Seine feine Herbe, die natürliche Süsse und der seidig-sanfte Abgang machen Matcha zu einem Tee, der Frische und Tiefe auf elegante Weise verbindet.
Auch in der Zubereitung unterscheidet sich Matcha vom klassischen Tee in Sachets:
Beim Matcha wird das fein vermahlene Teeblatt gesiebt und direkt mit heissem (nicht kochendem) Wasser in schnellen «M»- oder «W»-Bewegungen leicht schaumig aufgeschlagen. So wird das ganze Blatt genossen und es entsteht ein besonders vollmundiges und intensives Geschmackserlebnis.

Zwei Tees, zwei Stimmungen
Gerade zusammen zeigen Matcha und Hojicha, wie vielschichtig japanischer Tee sein kann. Hojicha bringt nussige und karamellige Röstaromen mit, Matcha sorgt für Farbe, Frische und eine feine Herbe. Das funktioniert nicht nur in der Tasse, sondern auch in der Pâtisserie.