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Article: Im Rhythmus mit Kimmy Repond

Im Rhythmus mit Kimmy Repond

Im Rhythmus mit Kimmy Repond

Schweizer Riesentalent», nennt sie der «Blick», zu den «weltbesten Eiskunstläuferinnen» zählt sie die «nzz». Jetzt steht die 19-jährige Kimmy Repond an der Bande der Basler St. Jakob-Arena, während der Eismeister mit seiner Maschine das Spielfeld wieder auf Hochglanz poliert. Die junge Frau posiert mit erstaunlicher Routine für den Fotografen und wirkt dabei – trotz des Glatteises, auf dem sie steht – so sicher wie selbstbewusst. Kurz darauf beantwortet sie im Café des Eisstadions bei einem Becher Tee (Lieblingssorte: Marokkanische Minze) Fragen und macht dabei den Eindruck eines Menschen, der weiss, wie man Ziele erreicht, ohne dabei verkrampft oder übermässig angespannt zu wirken.

Ihre Eltern, sagt Kimmy Repond, hätten ihr früh eine wichtige Botschaft mit auf den Weg – oder vielmehr – das Eis gegeben: «Wenn du etwas machst, dann mach es richtig!» Dabei sei es nie um Leistung gegangen, sondern darum, sich Mühe zu geben. Die Geschichte der jungen Baslerin als Sporttalent begann im Alter von vier Jahren, als sie der Reihe nach Schwimmen («zu kalt»), rhythmische Sportgymnastik («zu schwierig») und Eiskunstlauf ausprobierte. Das Element der Musik habe schliesslich den Ausschlag gegeben, sagt sie rückblickend. Kimmy Repond, die selbst Klavier spielt, fand Gefallen an der Mischung aus Kraft, Eleganz und Rhythmus, die ihre Sportart auszeichnet.

Und wenn man anfängt, Gründe zu suchen, die ihren Erfolg fassbar machen, könnte eine erste Erklärung sein, dass Kimmy Repond eine Sportart, in der man sich im Wortsinn aufs Glatteis begibt und bei der Stürze zum Alltag gehören, nie als frustrierend empfunden hat. «Ich bin zu Beginn sicher öfter hingefallen, aber das hat mir nie die Freude genommen», sagt sie. Rund vierzehn Jahre nach ihren ersten Versuchen auf Schlittschuhen ist die 19-Jährige Teil der Schweizer Delegation für die Olympischen Winterspiele, die im Februar 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo stattfinden. Die EM-Bronzemedaille 2023, der 5. Platz bei der WM 2024 sowie zwei Titel in Folge als Schweizer Meisterin, 2024 und 2025, hat sie bereits erreicht. Darüber hinaus wurde sie für die ISU Skating Awards 2024 als «Beste Newcomerin» nominiert und gewann internationale Wettbewerbe wie die Budapest Trophy 2022 und die Silbermedaille bei der Nebelhorn Trophy 2023.

Ein weiteres wichtiges Element für diese beeindruckende Bilanz ist, neben der Eigen-schaften wie Trainingsdisziplin und einer, wie Kimmy Repond sagt, «grundsätzlich sehr positiven Einstellung», die Familie: Schwester Jérômie war selbst mehrfache Schweizer Meisterin in Nachwuchskategorien und ist heute ihre Trainerin. Eine weitere Schwester, Sidonie, ist ausgebildete Sportpsychologin und übernimmt das mentale Coaching: «Sie ist bei fast jedem Wettkampf dabei. Wenn sie sieht, dass etwas nicht stimmt, greift sie ein. Manchmal bin ich gestresst, da braucht es bloss ein gutes Wort, um den Fokus wieder zu finden», erklärt Kimmy Repond das familiäre Zusammenspiel. Es gibt übrigens noch eine vierte Schwester im Verbund: Die erst elfjährige Caline ist ebenfalls ein Eiskunst-lauftalent. Ein gesunder Umgang mit Enttäuschungen, starke familiäre Bande und schliesslich die Fähigkeit, sich im richtigen Moment auf das Wesentliche zu konzentrieren – damit lassen sich die wichtigsten Säulen der Karriere von Kimmy Repond gut erklären. «Ich konnte schon immer sehr gut fokussieren», sagt sie. Und mit einer überraschenden Abgeklärtheit, die eher erfrischend als arrogant wirkt, skizziert die Sportlerin ihre Zukunft: «Ich möchte so lange wie möglich weiterlaufen, sicher aber bis 2027. Später würde ich gerne Medizin studieren.» Die notwendigen A-Levels nach dem britischen Maturitätssystem hat Kimmy Repond bereits absolviert.

Damit ihr das alles gelingt, hat sie sich ein paar einfache Regeln auferlegt: Gefährliche Sportarten wie Skifahren sind tabu, und vor Wettkämpfen werden – besonders im Winter – Menschenansammlungen gemieden. Sie erhole sich gerne in einem Spa oder verbringe Zeit zu Hause, nennt Kimmy Repond Dinge, die sie zwischen den mehreren Trainings pro Tag entspannen. Und Musik spielt bei alledem eine wichtige Rolle. Um vor einem Wettkampf in den Rhythmus zu kommen, «höre ich gerne Eminem oder andere Hip-Hop-Musik». Und danach kommen Ed Sheeran oder Billie Eilish zum Einsatz. «Das ist etwas gechillter», sagt die junge Frau, bevor sie sich auf den Weg ins Fitnessstudio macht.

Kimmy Repond trinkt am liebsten Moroccan Mint von Sirocco. Fasziniert mit unvergleichlich intensivem Aroma und dem belebenden Duft reiner marokkanischer Nanaminze.